Sonderobjekte

Bis heute weitgehend unbekannt ist der breiten Öffentlichkeit, dass es auch einige Sonderobjekte gab. Hier galt es, potentielle Gefahren, die durch eine Lähmung oder Vernichtung von Anlagen oder deren Kontrolle entstehen konnten, im Vorfeld zu begegnen.

Ein Beispiel hierfür ist die Edertalsperre. Nachdem diese im 2. Weltkrieg durch Bombardierung teilweise brach und durch die Überschwemmung viele Menschen umkamen, wurde hier ein spezieller Einbau durch die Bundeswehr vorgenommen. Dieser ermöglichte es, völlig autark das Wasser des Edersees kontrolliert auch dann abzulassen, wenn die dafür normalerweise zuständige Technik bspw. durch Sabotage nicht betriebsbereit gewesen wäre.

Das eingebaute System wurde durch eine Vielzahl von Blindventilen und Blindrohren so getarnt, dass es nicht als das zu erkennen war, was es bewirken sollte.

Die Anlage wurde leider schon ausgebaut und es existieren auch keine Bilder davon.

Anzumerken bleibt noch, dass nach heutigem Kenntnisstand neben der Edertalsperre auch die Möhnetalsperre und die Diemeltalsperre mit derartigen Einbauten versehen waren.

Ederseestaumauer

(Aktualisierungsstand: 30.01.2026)