Friedensbewegung

Vorbereitete Sperranlagen waren ein beliebtes Thema von Aktivisten der Friedensbewegung, da sie doch recht einfach zu finden waren und als Symbol für die Militarisierung standen.

Zeitweise entwickelte sich ein regelrechter Sport, Straßensprengschächte und Sprengkammern unbrauchbar zu machen. Sie wurden mit Schnellzement verfüllt oder anderweitig unbrauchbar gemacht. Aktivitäten solcher Art lassen sich bis in die 1950er Jahre zurückverfolgen:

Die Friedensbewegung kartierte damals auch eine Vielzahl dieser Straßensprengschächte, sehr zum Ärger der Verantwortlichen, unterlagen die Sperranlagen doch der Geheimhaltung. Es ist aber nicht Aufgabe einer sachlichen Beschreibung, dies zu bewerten.

Durch die Friedensbewegung kartierte Straßensprengschächte und Sperrmittellager im Bereich des Fulda Gaps.

Aufgabe ist allerdings, Mythen richtig zu stellen. Zwei dieser Mythen sind bis heute überall zu finden.

Mythos 1: Straßensprengschächte wären gebaut worden, um der Zivilbevölkerung eine Flucht unmöglich zu machen. Für diese Behauptung gibt es keinerlei Anhaltspunkte. Tatsächlich liegen Dokumente vor, aus denen klar hervorgeht, dass der Bevölkerung die Flucht ermöglicht werden sollte.

Mythos 2: Straßensprengschächte seien zur Aufnahme von Atomminen (ADM) bestimmt. Wie heute durch zahlreiche, ehemals geheime Dokumente belegt, entspricht auch dies nicht der Wahrheit.

(Aktualisierungsstand: 30.01.2026)